zahlreiche Angebote: GHS Jestetten

Seitenbereiche

Hauptbereich

Hamburg meine Perle

icon.crdate04.07.2022

4. Juli 2022

Nachdem letztes Jahr keine Abschlussfahrten stattfinden konnten, war es am 27.06. endlich so weit: Hamburg wir kommen! Nach einer turbulenten Zugfahrt einmal quer durch Deutschland (unangekündigter Gleiswechsel, Zug verpasst, keine reservierten Sitzplätze mehr, unbefugte Menschen auf den Gleisen…) kamen wir erschöpft, einige Stunden zu spät, aber voller Vorfreude am Bahnhof Altona an. Nach drei Minuten Fußmarsch waren wir schon im Hotel, die Zimmer wurden verteilt und anschließend sind alle noch mal los, um etwas zu essen. Der erste Abend ging also unspektakulär zu Ende. Nach einem gemütlichen Frühstück (alle waren schon 20 Minuten vor der Zeit bereit) und jeder Menge Kaffee lernten wir das U-/S-Bahnsystem kennen und erkundeten mit einer Rätsel-Stadtrally via. App die Umgebung rund um das Rathaus und die Shoppingmeile. Am Nachmittag trafen wir Ralf, der uns die Speicherstadt mit all seinen Geheimnissen und Facetten zeigte. Unser Rundgang endete vor der Elbphilharmonie und wir nutzen die Gelegenheit Hamburg auch mal von oben zu entdecken.

„Zuhause“ angekommen machten wir es uns dann in der Lobby gemütlich, tauschten Erlebnisse und jede Menge Geheimnisse aus und ließen unsere ersten Eindrücke noch einmal Revue passieren. Am Mittwoch („ist ernsthaft schon Halbzeit???“) starteten wir – natürlich auch diesmal mit einem tollen Frühstück und jeder Menge Kaffee – den Tag mit einer Hafenrundfahrt. Da wir mal wieder überpünktlich am Treffpunkt waren, blieb uns genügend Zeit vorher noch den alten Elbtunnel zu durchlaufen.

Wir hatten es dem Chef der Hafenrundfahrt angetan, sodass er uns auf sein Lieblingsschiff verfrachtete. Mit uns war noch eine andere Klasse an Board, die aber zum größten Teil die wirklich spannende Rundfahrt verschlief. Wir ließen uns die Seeluft um die Nase wehen, bestaunten die großen Schiffe und Container und erfreuten uns an dem Blick auf Hamburg vom Wasser aus.

Nach ein bisschen „Freigang“ (Shoppen, Kunstmuseum, Durchfuttern in Süßigkeitenläden, Fischbrötchen essen, durch-die-Gegend-fahren, an den Landungsbrücken und Strandpromenaden flanieren, Sehenswürdigkeiten abklappern, Schiffe besichtigen, …) ging es für uns ins Dungeon. Hier lernten wir die Geschichte Hamburgs auf eine ganz andere Art und Weise kennen: wie ein Geisterhaus mit verschiedenen Räumen warteten jeweils wichtige Ereignisse aus der Hamburger Vergangenheit auf uns. Wir lachten, kreischten und gruselten uns viel und obwohl einige von uns in die Folterkammer kamen, vom obersten Gericht verurteilt, vom Arzt entführt und einem Geist heimgesucht wurden, mussten wir keine Verluste einbüßen ;)
Zum Abendessen ging es dann zum „Shisoburger“, ein etwas anderer Burgerladen. Wer keinen Appetit auf Thunfisch- oder Shrimps-Burger hatte, konnte sich auch die Rindfleisch- oder Veggivariante zurückgreifen. Wirklich empfehlenswert. Und schon stand der letzte Tag vor der Tür und mit ihm das Highlight der Reise: Die Reeperebahn. Bevor wir uns auf den Weg dorthin machten, aßen wir in einem der besten Fischrestaurants Hamburgs gemeinsam Mittag. Hier gab es alles, was das Herz begehrt und für alle war es ein wirkliches Erlebnis, mal frischen und lokalen Fisch essen zu können.

Direkt danach schlenderten wir gemeinsam auf die Reeperbahn. Unser Guide Sven von den „Kiezjungs“ nahm uns mit auf eine Reise über die „sündigste Meile der Welt“. Hier lernten wir einiges über die Entstehung dieses einzigartigen Kiez, besuchten die Nonnen, betrachteten die Location in der die „Beatles“ entdeckt wurden, bekamen Verhaltenstipps und Hintergrundinformationen für einen Besuch in einer Stripteasebar, tauschten uns über Homophobie und Toleranz aus und durften den Keller der legendären „Ritze“ besuchen. Einen Zwischenstopp machten wir beim „St. Curry“ und wurden vom Chef auf eine Kostprobe seiner leckeren Currywurst eingeladen. Hier verweilten wir viel länger als geplant, da unsere „ausgehungerten“ Mädels ihm mit ihrem unersättlichen Hunger imponierten. So gab es noch ein paar Snacks umsonst und viele strahlende Gesichter. Den letzten Abend ließen wir dann wieder bei gemeinsamen Gesprächen, Billard, Tischkicker, Fotobox und Kartenspielen in der Lobby ausklingen.

Morgens hieß es dann Abschiednehmen und Hamburg zeigte uns deutlich, wie traurig es ist. Nach vier Tagen Sonnenschein und wolkenlosem Sommerwetter regnete es nun wie aus Kübeln. Vor- und nach dem Frühstück deckten sich alle noch einmal bei REWE mit Essen und Trinken für die Fahrt ein. Zum Glück, denn auch die Rückfahrt blieb nicht komplikationsfrei. So hatten wir einen Ersatzzug, der aber weniger Wagons hatte als der eigentliche, sodass wir nah zusammenrücken mussten. Unser Glück war es, dass wir bereits in Altona einstiegen, denn die Klassen und anderen Passagiere, die erst am Hauptbahnhof dazukamen, mussten auf den Gängen platznehmen. Auch diesmal verpassten wir in Stuttgart unseren Anschluss. Das nahmen wir aber mit Humor – waren es ja mittlerweile gewohnt und zu richtigen „Bahnprofis“ herangereift. Viel später als geplant, müde aber total glücklich von den Erlebnissen der letzten Tage, kamen wir gegen 21:15 Uhr in Jestetten an. Für viele aus der Klasse ist eins klar: Nächstes Jahr geht’s wieder nach Hamburg – der vielleicht schönsten Stadt Deutschlands.