DRK-Schulsozialarbeit
icon.crdate06.10.2016

Jestetten – Um eine ganzheitliche und nachhaltige Unterstützung der Schüler zu ermöglichen, hat die Gemeinde Jestetten dem Kreisverband Waldshut des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) den Aufbau der Schulsozialarbeit für die Schule an der Rheinschleife anvertraut. Bürgermeisterin Ira Sattler, Rektor Hans-Dieter Strittmatter und Michael Guldi als Gesamtleiter der Sozialen Dienste beim DRK-Kreisverband Waldshut stellten nun die neue DRK-Schulsozialarbeit vor.
Schulsozialarbeiter Daniel Goldberg kann einen Master-Studienabschluss in Sozialer Arbeit und internationale Berufserfahrung vorweisen. Unterstützt wird er von Heike Brückel, die an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg in Villingen-Schwennigen Soziale Arbeit studiert und im dreimonatigen Rhythmus zwischen der Theoriephase an der Hochschule und der Praxisphase bei der Schulsozialarbeit in Jestetten pendelt.
„Das Schulleben verändert sich Zug um Zug, die Schülerzahlen steigen“, erklärt Bürgermeisterin Ira Sattler. Dies habe den Gemeinderat dazu bewogen, ein neues Kapitel aufzuschlagen und in die Schulsozialarbeit einzusteigen. Jugendarbeiter Michael Mothes, der auch für die Nachbargemeinde Lottstetten zuständig ist, bleibt weiterhin für die Freizeit der Kinder und Jugendlichen beider Gemeinden zuständig.
Warum zusätzlich Schulsozialarbeit notwendig geworden ist, begründete Rektor Strittmatter beim Ortstermin in den Räumen der DRK-Schulsozialarbeit in der Schule an der Rheinschleife: Mit rund 400 Schülerinnen und Schülern an der Grund- und Werkrealschule eien die Klassen sehr voll, in manchen Klassen läge der Anteil der Kinder mit Migrationshintergrund bei mehr als 50 Prozent. Darüber hinaus hat man als Inklusionsschule Kinder mit unterschiedlichem sonderpädagogischen Förderbedarf. Die Schulsozialarbeit als Anlaufstelle für alle Sorgen und Nöte hilft hier nicht nur den Schülerinnen und Schülern, sondern sie entlastet und unterstützt auch das Kollegium bei den Aufgaben der Integration und Inklusion. Außerdem stellt die DRK-Schulsozialarbeit auch Kontakte zu außerschulischen Partnern wie dem Jugendamt her und hilft den Jugendlichen bei Lehrstellensuche und Bewerbung. „Wir sind sehr, sehr froh, dass der Gemeinderat sich für die Einrichtung der Schulsozialarbeit entschieden hat“, so Strittmatter.
Rektor Strittmatter bestätigt, dass mit Elterngesprächen gute Erfahrungen gemacht würden und begrüßt die Angebote der DRK-Schulsozialarbeit an seiner Schule insgesamt: „Das sind praktische Hilfen, die wir brauchen“.
Schulsozialarbeit
Schule an der Rheinschleife, Schaffhauser Straße 12, 79798 Jestetten, Telefon: +49 7745 497 32 95, Telefax: +49 7745 597 32 96, E-Mail: schulsozialarbeit-jestetten@drk-kv-wt.de
Unterstützung für Schule und Schüler
DRK-Kreisverband Waldshut: Der Kreisverband hat sich in Jestetten als sozialer Dienstleister schon mehrfach bewährt. Seit 2010 besteht der DRK-Kinderhort, die Mensa in der Schule betreibt ebenfalls der DRK-Kreisverband und sorgt für gesundes und leckeres Essen. Außerdem unterstützen die Mitarbeiter des Kreisverbandes als Kooperationspartner die Schule im Ganztagsschulbetrieb der Grundschule. „Diese Dienste zählen zu den satzungsgemäßen Kernaufgaben des DRK-Kreisverbands Waldshut“, erläutert Diplom-Sozialpädagoge Michael Guldi als Gesamtleiter der Sozialen Dienste beim DRK-Kreisverband.
Personal: Daniel Goldberg und Heike Brückel haben ihren Dienst mit Beginn des neuen Schuljahrs aufgenommen und freuen sich bereits jetzt über den Zuspruch, mit dem ihre Arbeit aufgenommen wird. „Mehr als die Hälfte der Schülerinnen und Schüler kommen aus eigenem Antrieb, ohne Vermittlung der Lehrer, einige sogar mehrmals täglich. Das ist ein schönes Arbeiten, recht intensiv“, so freut sich DRK-Schulsozialarbeiter Daniel Goldberg.
Schulsozialarbeit: Im Vordergrund der Schulsozialarbeit stehen die Schüler, die sich in sozial oder individuell bedingten Nachteilsituationen befinden und deshalb auf besondere Unterstützung angewiesen sind. Hier wird die Schule durch die Schulsozialarbeit tatkräftig unterstützt, sei es durch Einzelberatungen oder auch soziale Trainingskurse. Aber damit nicht genug. Die Schulsozialarbeit steht auch mit Rat und Tat beim Übergang von der Schule ins Berufsleben zur Seite und mit Unterstützung von Heike Brückel möchte Daniel Goldberg viele Projekte verwirklichen. Zum Beispiel einen Schulgarten anlegen oder eine Schuldisco im Zusammenwirken mit Schülern sowie Lehrern veranstalten.
Elektronische Medien: Eine Digital-AG soll Kompetenzen im Bereich der elektronischen Medien vermitteln, ein „Medien-Führerschein“ und die Einrichtung eines Bloggs könnten in diesem Rahmen verwirklicht werden. Für ein Projekt zum Tag der Kinderrechte steht Goldberg mit UNICEF in Verbindung. Er könnte sich vorstellen, auch Elternabende zu bestimmten Themen anzubieten. (Bericht: südkurier,06.10.2016)


