Sieger beim Drehbuchwettbewerb "Tatort Bodensee 2010"
icon.crdate01.06.2010


Beim zum zweiten Mal veranstalteten Drehbuch-Wettbewerb zum Thema „Tatort Bodensee“ des Landesmedienzentrums Baden-Württemberg (LMZ) unter der Schirmherrschaft des Kultusministeriums errangen Schüler der 9. Klasse der Grund- und Hauptschule Jestetten (Kreis Waldhut) überraschend den 1. Preis.
50 Schulklassen und Jugendgruppen hatten zu diesem Wettbewerb insgesamt 95 Drehbücher eingereicht. Die Jugendlichen sollten ein Drehbuch für einen Krimi-Kurzfilm schreiben, zu dem die Tatort-Drehbuchautoren Léonie Claire und Fred Breinersdorf fünf Szenen vorgegeben haben, die weiterentwickelt werden mussten.
130 Jugendliche aus ganz Baden-Württemberg waren zur Preisverteilung zur Filmakademie Baden-Württemberg nach Stuttgart gereist, unter ihnen auch die Gruppe aus Jestetten mit Klassenlehrerin Raymonde Holzscheiter und Gudrun Ruttkowski vom Förderverein der Grund- und Hauptschule Jestetten, welche die Gruppe unterstützt und beraten hatte. Raymonde Holzscheiter schildert die Aufregung in der Gruppe: Gabriele Traub, Leiterin des Staatlichen Schulamtes Ludwigsburg, begann bei der Preisverleihung mit dem zehnten Platz. Als Platz fünf aufgerufen wurde, war Jestetten immer noch nicht dabei. Bei der Nennung des dritten Rangs stieg die Spannung ins Unerträgliche. Dann endlich der erste Platz – für Jestetten. Riesenjubel.
Der Wettbewerb „Tatort Bodensee“ setze auf Fähigkeiten wie mündliche und schriftliche Kommunikation sowie Textproduktion und werde den Anforderungen an einen zeitgemäßen Unterricht gerecht, erklärte Gabriele Traub. Wolfgang Kraft, Direktor des ausrichtenden Landesmedienzentrums, ergänzte: Es ist ein Anreiz für Jugendliche, darüber nachzudenken, was sie täglich im Fernsehen sehen.
Nic-Leon Panning, Angelina Kirschmann, Natalie Miller, Maik Schätzle und Jana Mumme, die fünf Jestetter Schüler, waren nach den spannenden Minuten überwältigt vor Freude. Rektorin Eva-Maria Seckel zum Erfolg der Schüler: „Wir freuen uns unglaublich. Wir sind stolz auf die Leistung unserer Abschlussschüler. Der erste Platz ist auch ein Aushängeschild für die Qualität unserer Arbeit. Er ist auch ein Zeugnis der fruchtbaren Zusammenarbeit mit dem Schulförderverein.
Die Schüler werden nun nach entsprechender Ausbildung in Kameraarbeit, Regie und Schauspiel im Juli zusammen mit Profis das Drehbuch selbst verfilmen und auch die meisten Rollen selbst besetzen. Natürlich müssen dazu noch Verwandte gewonnen werden.
Bericht aus dem Südkurier



